Tag des GYMNASIUMS

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Plakat Menschenrechte

Die «Universal Declaration of Human Rights», die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 ist der Grundstein des modernen Menschenrechtsschutzes im Rahmen der Vereinten Nationen. Diese Erklärung ist Grundlage eines Projektes der drei 7.Klassen am Erzherzog-Johann-BORG Bad Aussee. In den Fächern Religion, Bildnerisches Gestalten und Werken, und Information und Kommunikation eröffnen wir am „Tag des Gymnasiums“ eine kleine, aber fein gestaltete Ausstellung zum Thema „Menschenrechte“.

 

Artikel 14 der Erklärung der Menschenrechte beinhaltet das Recht auf Asyl. Asyl ist der Schutz für Personen, die ihr eigenes Land verlassen mussten, weil sie verfolgt werden. Die Allgemeine Erklärung räumt allerdings keinen Rechtsanspruch auf Asyl ein, gewährt also kein Recht, Asyl zu erhalten, sondern nur das Recht, Asyl zu suchen und zu genießen, wenn es von einem Staat gewährt wird. Die Genfer Flüchtlingskonvention, die 1951 unterzeichnet wurde, verbietet den Staaten immerhin, Flüchtlinge in den Verfolgerstaat zurückzuschicken.

 

Mit Mag. Barbara Kabas( Initiatorin  Plattform Gastfreundschaft Liezen) und Birgit Scheutz (Flüchtlingsbetreuerin Volkshilfe Bad Goisern) , Bürgermeister Franz Frosch, aber auch Flüchtlinge, die über ihr Leben berichten als Gästen wollen wir das Menschenrecht auf Asyl  in der Praxis diskutieren.

12. November 2015, 11 Uhr, Erzherzog-Johann-BORG Bad Aussee

 

 

 

 

 

Eine mehr als interessante Veranstaltung fand heute im EHJ BORG Bad Aussee statt. Auf Einladung des Gymnasiums diskutierten Lehrer und Schüler unter der Leitung von Mag. Ingrid Hilbrand mit geladenen Gästen: Mag. Barbara Kabas (Plattform Gastfreundschaft/Ennstal), Bgm Franz Frosch (Bad Aussee), Birgit Scheutz (Flüchtlingsbetreuerin in Bad Goisern), Dir. OSTR Mag. Eva Spielmann (Dir. BORG Bad Aussee), Chlodwig Haslebner (Plattform Gastfreundschaft Ausseerland). Birgit Scheutz hatte 2 ihrer 30 zu betreuenden Flüchtlinge mitgebracht: Shadi Al Ista (Syrien) und Muhammed Muhammed (Irak), die in eindrucksvollen Worten und Bildern die Kriegssituation in ihren Herkunftsländern schilderten/zeigten. Die SchülerInnen verfolgten die Veranstaltung mit großem Interesse und mit Betroffenheit, von dem Jahrhundertereignis “Flucht nach Europa” hatten die meisten bis dato maximal aus den Medien etwas erfahren. Im Vorfeld wurde in den Gegenständen Religion, Information und Kommunikation und Bildnerisches Gestalten und Werken (Mag. Ingrid Peyrer, Mag. Elisabeth Gutenbrunner) eine Ausstellung zum Thema “Menschenrecht auf Asyl” zusammengestellt. Derzeit stellt sich die Situation im Bezirk Liezen derart dar, dass 400 Flüchtlinge betreut werden, das sind weniger als 5 Promille der Gesamtbevölkerung. 17 Gemeinden kooperieren mit der Plattform als “Freundschaftsgemeinden”. Für die Unterbringung kümmert sich in der Steiermark hauptsächlich die Caritas , in Oberösterreich die Volkshilfe. Insgesamt haben in Österreich zwei Drittel der Gemeinden bis September 2015 keine Flüchtlinge aufgenommen. Die finanzielle Situation ist schwierig: Wenn Asylsuchende selbständig wohnen, bekommen sie maximal € 240.- für alle Ausgaben. Sind sie in Einheiten untergebracht und werden nicht verpflegt, bekommen sie 5,5 Euro pro Tag für Verpflegung. Die Unterbringung erfolgt meist in größeren Einheiten, in Bad Goisern z.B. in einem ehemaligen Altersheim. Ist aus dem Flüchtling einmal ein rechtlich anerkannter Asylant geworden, bekommt er die bedarfsorientierte Mindestsicherung unter bestimmten Bedingungen. In Bad Aussee sind mittlerweile die ersten Flüchtlinge eingetroffen, z.T. sind sie bei privaten Familien untergebracht.

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